Michaela Habelitz

Millenium

 

Rauminstallation in der Orangerie des Wasserschlosses Rheda-Wiedenbrück, 2000.

2000 satinierte Glasflaschen, zwölf Regenschirme, ein Baulot, Transparentpapier, Pigmente,
Bienenwachs.
Einen historisch gewordenen Raum zu nutzen als "aufgespannten Bildgrund" bedeutet,
seine Spuren in der Zeit neu zu definieren:
Der installatorische Eingriff wird Bestandteil eines neuen Bildraumes. Das einzelne Industrieprodukt
verliert seinen Dingcharakter.

Zentrum der Bodenskulptur ist eine Assemblage in Spiralform: sie gilt seit jeher als Zeichen
des Werdens und Vergehens, des Aufbruchs sowie der Einkehr – eine mögliche Denkbewegung
zum Millenium. Der Blick des Betrachters wandert über die Glasoberflächen hinaus in den Garten.
Der Nachhall des Glases vermengt sich mit dem Rauschen des Wassers.

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